Im Gartenschuppen liegen die Spielsachen der Kinder oft ganz hinten, verdeckt von Liegestühlen und Blumenkisten. Bälle, Springseile, Sandschaufeln und Rutschfahrzeuge warten dort auf den nächsten schönen Tag. Sobald die Sonne scheint, fragen die Kinder danach, und man beginnt hastig zu suchen. Dabei lohnt es sich, einmal in Ruhe alles hervorzuholen. Ein wenig Vorbereitung macht den Nachmittag im Garten viel entspannter.
Trage die Sachen nacheinander in den Garten und stelle sie auf die Wiese. Schau dir jedes Stück im Tageslicht an, denn im dunklen Schuppen übersieht man vieles. Spinnennetze und Erde lassen sich mit einer Bürste rasch abwischen. Bei Bällen kannst du prüfen, ob noch genug Luft drin ist und ob die Naht hält. Alles, was zerbrochen oder ausgeblichen ist, wandert in eine Kiste zum Aussortieren.
Sicher und heil bleiben
Achte besonders auf Splitter, scharfe Kanten und lockere Schrauben. Bei Holzspielzeug fährst du mit der flachen Hand über die Oberfläche, um raue Stellen zu spüren. Kunststoff, der in der Sonne spröde geworden ist, kann brechen und scharfe Ränder haben. Seile und Bänder werden auf Risse und Fransen kontrolliert. Was dir nicht mehr vertrauenswürdig vorkommt, gehört nicht mehr in Kinderhände.
Frage die Kinder selbst, was sie gern wieder hätten. Oft wünschen sie sich nur einige wenige Dinge, während der Rest im Schuppen liegen bleibt. Was lange nicht beachtet wurde, darf an andere weitergegeben oder für später eingelagert werden. Auf diese Weise bleibt der Schuppen übersichtlich, und die Kinder spielen mit dem, was sie mögen. Beziehe sie ruhig beim Sortieren mit ein, das macht ihnen meist Freude.
Für das Spielzeug im Garten hilft ein fester Platz, der leicht erreichbar ist. Eine grosse Kiste mit Deckel neben dem Sitzplatz oder ein Regal im vorderen Teil des Schuppens genügt. Was nach dem Spielen wieder hineinkommt, bleibt trocken und sauber. Ein einfacher Trick ist ein Netz für die Bälle, das an der Wand hängt. Kleine Kinder lernen schnell, wohin ihre Dinge gehören.
Am Ende des Nachmittags räumen alle gemeinsam auf. Das dauert nur einen Moment, wenn jedes Ding einen bekannten Ort hat. Bleibt einmal etwas draussen liegen, ist es am nächsten Tag noch da, und niemand muss lange suchen. So wird der Garten wieder zu einem Ort, an dem die Kinder gern spielen. Und der Schuppen bleibt aufgeräumt, auch wenn die Saison lang wird.