In den Ecken eines Gartenhäuschens sammelt sich im Lauf der Jahre allerlei an. Ein Stapel Blumentöpfe steht dort, daneben Tonschalen und Gießkannen ohne Brause. Was einst ordentlich verstaut wurde, ist längst zu einem Durcheinander geworden. Wenn der Sommer zu Ende geht, ist ein guter Zeitpunkt, einmal hineinzuschauen. Vieles davon wurde vermutlich seit mehreren Jahren nicht mehr gebraucht.
Räumen Sie die Ecken der Reihe nach aus, statt das ganze Häuschen auf einmal zu leeren. Die Töpfe kommen als Erstes an die Reihe, weil sie am meisten Platz einnehmen. Stellen Sie alle nach Größe zusammen und klopfen Sie die alte Erde heraus. Gesprungene oder brüchige Töpfe können Sie ohne Bedauern aussortieren. Die übrigen werden mit Bürste und Wasser gereinigt, damit keine Pflanzenkrankheiten ins nächste Jahr mitwandern.
Nur behalten, was wirklich gebraucht wird
Wer ehrlich ist, braucht von jeder Größe nur eine kleine Handvoll Töpfe. Mehr davon bedeuten bloß mehr Staub und weniger Platz für Wichtiges. Tontöpfe halten lange, können aber platzen, wenn sie im Winter feucht bleiben. Kunststofftöpfe lassen sich leichter stapeln, werden in der Sonne jedoch mit der Zeit spröde. Überzählige Töpfe freuen oft Nachbarn oder Bekannte, die gerade Jungpflanzen ziehen.
Bei den Geräten lohnt sich derselbe ehrliche Blick. Eine Schaufel mit lockerem Stiel oder eine Schere, die nicht mehr schneidet, wird selten repariert. Entscheiden Sie gleich, ob das Stück ein zweites Leben bekommt oder gehen darf. Was bleibt, wird mit einem trockenen Tuch von Erde befreit und leicht eingeölt. So rostet es im Winter nicht und ist im Frühjahr sofort wieder einsatzbereit.
Danach braucht jede Gruppe von Dingen ihren festen Platz. Töpfe werden ineinandergestellt und mit einem Brett gegen Staub und Spinnen abgedeckt. Gießkannen hängen an einem Nagel oder liegen umgedreht auf einem Regalbrett. Kleine Dinge wie Pflanzstäbe, Bindeschnur und Etiketten wandern in eine beschriftete Schachtel.
Zum Abschluss wird der Boden gekehrt und die Tür geöffnet, damit frische Luft durchzieht. Eine leere Ecke sieht nach getaner Arbeit ungewohnt aus und ist doch ein gutes Zeichen. Man weiß nun, was vorhanden ist und wo es liegt. Im nächsten Frühjahr geht das Bepflanzen dadurch schneller von der Hand. Wer sich diese Ordnung merkt, muss das Häuschen nur noch selten grundlegend ausräumen.