Alte Möbel vom Dachboden durchsehen und ehrlich entscheiden

Landschaftsillustration

Kaum ein Dachboden kommt ohne Möbel aus, die einmal für später aufgehoben wurden. Da steht ein Sessel vom Großvater, ein Tisch aus der ersten Wohnung und ein Kasten, der nirgends mehr hineinpasste. Mit den Jahren wachsen diese Stücke zu einem kleinen Möbellager heran. Niemand weiß so genau, was davon noch brauchbar ist. Es ist Zeit für eine ehrliche Bestandsaufnahme, solange das Wetter noch mild ist.

Tragen Sie zuerst jedes Stück, das sich gefahrlos bewegen lässt, nach vorn ins Licht. Erst bei Tageslicht sieht man Risse, Wurmlöcher, wackelnde Beine und Flecken wirklich. Setzen Sie sich probeweise auf jeden Stuhl. Was sich kaum benutzen lässt, wird auch später wenig Freude machen. Was Sie nicht an einen konkreten Platz im Haus stellen könnten, braucht einen guten Grund zu bleiben.

Ehrlich fragen, bevor etwas bleibt

Fragen Sie sich bei jedem Möbel, ob es im Haus gebraucht wird und ob Sie es gern ansehen. Manche Stücke haben einen ideellen Wert, andere stehen nur da, weil das Wegwerfen schwerfällt. Beides ist in Ordnung, solange man es sich eingesteht. Ein schönes altes Stück kann in einem Vorzimmer oder Schlafzimmer wieder zu Ehren kommen. Passt es nirgends, ist es womöglich bei jemand anderem besser aufgehoben.

Was wirklich behalten wird, sollte vor der Rückkehr auf den Dachboden kurz gepflegt werden. Abstauben, abwischen und lockere Schrauben festziehen kostet wenig Zeit. Holz mag es weder feucht noch sehr heiß, deshalb sind Stellen unter dem Dach nur bedingt geeignet. Decken Sie die Möbel mit einem alten Leintuch ab, damit sie nicht einstauben. Ein Tuch atmet, im Gegensatz zu Folie, unter der sich leicht Feuchtigkeit sammelt.

Für alles, was gehen soll, lohnt sich ein kleiner Plan. Fragen Sie zuerst in der Familie und im Freundeskreis nach, ob jemand ein Stück gebrauchen kann. Junge Leute, die eine erste Wohnung einrichten, freuen sich oft über solide alte Möbel. Kleine Schäden stören dort weniger, als man denkt. Was niemand haben möchte, sollte ohne Eile und ordentlich abgegeben werden.

Der Dachboden wirkt nach dem Ausmisten wie ein neuer Raum. Die verbliebenen Möbel stehen mit Abstand zur Wand, sodass die Luft zirkulieren kann. Ein freier Gang in der Mitte zeigt sofort, dass alles erreichbar ist. Wer künftig etwas hinaufträgt, überlegt schon vorher, ob es dort wirklich hingehört. So bleibt der Bestand klein und leicht überschaubar.